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die odyssee
frei nach homernenne mir, muse, die taten des vielgewanderten mannes, fast zwei jahre ist es ruhig geblieben um die oberstufenklasse des speichertheaters. doch das hatte seinen
grund: nach das buch hat eine fesselnde story voller abenteuer. es hat genau die richtige dosis liebe. es handelt von gattentreue und kleinen bis großen seitensprüngen (ganze sieben jahre lang!). man(n) begegnet der versuchung in jeglicher form, manchmal auf subtil erregende weise nur angedeutet, manchmal verschlingend, bis männer zu schweinen werden. dazu viel action, atemberaubende szenen mit einäugigen giganten, ja sogar ein schuß droge, maskuline neugierde und eine reise zu den toten. die schlussszene ist in bester western-manier gehalten, die keilerei ist solide, und der bogenkampf hat einen meisterlich durchgehaltenen suspense. dazu die gekonnte montage, das spiel mit den rückblenden, die verschachtelung der geschichten... mit einem wort: große klasse, dieser homer. 2000 jahre sind seitdem vergangen, doch das homerische göttergelächter lässt uns immer noch erzittern. wir begaben uns auf eine zweijährige reise. angeregt durch eine bearbeitung der bremer shakespeare company, improvisierten, erdachten und erlitten wir unsere eigene spielfassung. nach unzähligen proben und aufwendigem bühnenbau ist es nun soweit: ein dionysisches fest der sinne steht bevor. die theatergötter seien uns hold! in der inszenierung von premiere am 29. september 2000 |